Bevor du dich intensiv mit allen Möglichkeiten von SEO auf deiner Website auseinandersetzt, solltest du dir über deine Zielgruppe bewusst sein. Denn nur wenn du weißt, nach was deine potenziellen Traumkunden im Netz suchen, kannst du deine Maßnahmen auch zielgerichtet umsetzen. Deine Zielgruppe ist aber nicht nur für SEO besonders wichtig, sondern auch für dein gesamtes Marketing, damit du weißt, wen du überhaupt ansprechen möchtest und wie das funktionieren könnte. Es ist ein wichtiger Teil deiner Positionierung und sorgt dafür, dass du Produkte oder Dienstleistungen nicht einfach für die Tonne entwirfst, sondern auch wirklich ein Bedarf da ist. Wer alle ansprechen möchte, spricht am Ende leider niemand an und wird weniger Kunden oder die falschen Kunden gewinnen, die im Ernstfall dich sogar deine Selbstständigkeit kosten können. Warum das bei mir fast so passiert wäre, was der große Unterschied zwischen einer Zielgruppe und einer Persona ist und wie du endlich die für dich richtige Zielgruppe findest, liest du in diesem Beitrag. Kurz noch vorab: Habe keine Angst davor, dich für die falsche Zielgruppe zu entscheiden, denn du solltest deine Zielgruppe so oder so immer wieder überarbeiten, da dein Unternehmen ja auch weiter wächst oder du mit der Zeit noch gezielter auf sie eingehen kannst.

Zielgruppendefinition im Marketing

Im Internet findet man 10 Mio. verschiedene Fragen, die man beantworten sollte, um seine Zielgruppe zu definieren. Und versteh mich nicht falsch, viele dieser Fragen sind auch super sinnvoll. Doch mir ging es so, dass ich bei jedem Onlinekurs, den ich mitgemacht habe, bei jedem Coaching, das ich gebucht habe, gefühlt wieder von vorne angefangen habe, diese Fragen zu beantworten und doch keine richtige Erkenntnis erlangt habe… Und schon in meinem BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing haben wir das Zielgruppenanalyse-Ding immer und immer wieder durchgekaut.

Doch tatsächlich ist die Definition einer Zielgruppe (leider oder zum Glück) einer der wichtigsten Schritte bei der Entwicklung einer Marketingstrategie, die zu dir und deinem Unternehmen passt. Wenn du weißt, welche Menschen du wirklich ansprechen möchtest, kannst du all deine Marketingaktivitäten gezielt darauf ausrichten. Dass das auch Spaß machen kann und gar nicht so schwer ist, durfte ich erst mit der Zeit lernen. Um dich ein bisschen besser mitzunehmen, was so eine Zielgruppe denn nun wirklich ist, habe ich mich erst einmal auf die typischen Marketingdefinitionen berufen.

Was ist eine Zielgruppe?

Unter einer Zielgruppe versteht man im Marketing eine Gruppe von Menschen, die gemeinsame Merkmale aufweisen. Ein paar Beispiele:

  • Ähnliches Alter, Geschlecht, Wohnort (man spricht hier auch von demographischen Merkmalen)
  • Einkommen, Schulbildung (sozio-ökonomische Merkmale)
  • Ähnliche Bedürfnisse, Interessen, Werte, Lebensstile (psychografische Merkmale)
  • Ähnliche Verhaltensweisen (sowohl on- als auch offline)

Diese Unterteilung geht nicht weit genug und ist mittlerweile eher veraltet. Viel wichtiger ist es, deine Zielgruppe wirklich kennen zu lernen!

Warum dir 0815 Daten deiner Zielgruppe noch nichts bringen!

Anstatt stur verschiedene Merkmale runterzuschreiben und sie den Kategorien zuzuordnen, solltest du lieber alles daran setzen deine Zielgruppe auch wirklich kennen zu lernen!

Ich würde sogar so weit gehen und behaupten: Nur weil Menschen am gleichen Ort groß geworden sind, kaufen sie noch lange nicht die gleichen Produkte. Oder möchtest du mit deinem Business Coaching sowohl Klara, die sich gerade selbstständig gemacht hat als auch Oma Gertrud, die seit 10 Jahren in Rente ist ansprechen?

Natürlich würde dir in diesem Beispiel dann die altersgerechte Einteilung ein bisschen weiter helfen, doch ich glaube du verstehst auf was ich hinaus will! Diese Unterteilungen aus dem klassischen Marketing können dir gewisse Anhaltspunkte auf dem Weg zu deiner Zielgruppe bieten. Doch viel wichtiger ist es, die Menschen dahinter richtig kennen zu lernen.

Beschäftige dich deswegen vor allem damit, was dich mit deiner Zielgruppe verbindet. Werde hier gerne sehr spezifisch, denn umso genauer du die Sachen aufschreibst, umso besser weißt du dann, wie du sie ansprechen kannst. Auf dieser Basis kannst du dann die für dich und deine Zielgruppe passende Marketingstrategie auswählen und Dienstleistungen oder Produkte entwerfen, die deinen Traumkunden wirklich helfen würden.

Die für dich perfekte Zielgruppe finden

Ziel Nummer 1 ist es natürlich Menschen zu finden, die dein Angebot, deine Dienstleistung oder dein Produkt auch wirklich brauchen. Doch solltest du dir selbst auch die Frage stellen, mit welchen Menschen möchtest du wirklich zusammen arbeiten? Wer wäre dein idealer Kunde, dein absoluter Wunschkunde, mit dem du es nicht erwarten kannst, die nächste Besprechung durchzuführen?

In der Anfangszeit meiner Selbstständigkeit musste ich das auf dem harten Weg lernen. Ich hatte meinen ersten großen Auftrag mit einem für mich damals sehr hohen Auftragsvolumen und konnte mein Glück kaum fassen. Das komische Bauchgefühl bei unserem ersten Gespräch habe ich gekonnt ignoriert. Leider verlief die Zusammenarbeit furchtbar und ich habe nach ein paar Monaten die Zusammenarbeit gekündigt.

Warum ich so lange gebraucht habe, den Kunden gehen zu lassen und mich das fast meine Selbstständigkeit gekostet hat, kannst du übrigens in dieser Podcast-Folge anhören:

Mein wichtigstes Learning dabei: Ich darf meinem Bauchgefühl besser zuhören und danach handeln und muss meine Kunden auf Basis meiner fundierten Zielgruppenanalyse auswählen. Ich habe den großen Fehler gemacht, mich nicht genug mit meiner Zielgruppe auseinander zu setzen. Damit dir das nicht passiert und du weißt, welcher Kunde wirklich zu dir und deinem Business passt, habe ich dir ein paar wichtige Fragen mitgebracht.

Zielgruppe finden: Die Basis für dein SEO

5 wichtige Fragen, um deiner Zielgruppe näher zu kommen

Um für dich herauszufinden, mit wem du wirklich zusammen arbeiten möchtest, habe ich 5 Fragen, die dir dabei helfen können, deine Zielgruppe zu finden

  1. Mit wem möchtest du auf keinen Fall zusammen arbeiten?
  2. Mit welchen bisherigen Kunden hat es dir besonders viel Spaß gemacht zusammen zu arbeiten?
  3. Gibt es bei deinen bisherigen Kunden Gemeinsamkeiten?
  4. Wem kannst du mit deinem Wissen und deinem Angebot am meisten weiterhelfen?
  5. Wer kann sich dein Angebot leisten?

Diese Fragen helfen dir, die Personen schon besser eingrenzen zu können, die zu dir passen. Um noch mehr zu erfahren, ist es außerdem sinnvoll eine Persona zu erstellen.

Persona definieren

Eine Persona ist nichts anderes als das fiktive Bild eines Kunden, ein Kunden Avatar sozusagen. Das gibt dir die Möglichkeit das Thema Zielgruppe auf ein persönliches Level zu heben. Während eine Zielgruppe breiter gefächert ist, viele Personen beinhaltet und somit eine gröbere Einteilung reicht, bei der du nicht so viele Details aufschlüsseln musst, sorgt ein Abbild deiner Traumkundin dafür, dass du bis ins letzte Detail das Gefühl bekommst diese Person zu kennen.

Dieses Bild sollte sich möglichst nah am tatsächlichen Kunden ausrichten. Basis hierfür ist also deine vorherige Zielgruppenanalyse, die jetzt sozusagen noch detaillierter formuliert wird.

Wichtige Details die du bestimmen solltest:

  • Name, Alter, Geschlecht, Familienstand, Job bzw. Unternehmensgröße
  • Charaktereigenschaften
  • Bedürfnisse, Wünsche, Ziele, Träume, Werte, Ängste, Herausforderungen
  • Bedenken im Kaufprozess
  • Informationsverhalten…

Mit Hilfe dieser Details wird es dir deutlich einfacher fallen, das passende Marketing aufzubauen und deine potentiellen Kunden zielgerichteter durch dein Marketing anzusprechen.

Durch Keywords Zielgruppe besser kennen lernen

Was dabei vor allem wichtig ist? Die richtige Ansprache deiner Zielgruppe. Nach was suchen sie, wenn dein Angebot die Antwort ist? Um diese Frage zu klären, hilft dir eine ausführliche Keyword Recherche. Denn ob deine potentiellen Kunden beispielsweise nach „Suchmaschinenoptimierung“ oder „SEO Optimierung“ suchen oder lieber einen „Hundecoach“ oder „Hundetrainer“ finden möchten, verrät dir das Suchvolumen, das du bei einer Keyword Recherche mit Hilfe diverser Tools notieren kannst.

Du kannst durch eine fundierte Keyword Recherche also herausfinden, welche Worte deine Zielgruppe verwendet, um ein für sie passendes Ergebnis zu bekommen. Außerdem gibt dir eine Keyword Recherche Hinweise dazu, was das Hauptproblem deiner Zielgruppe ist, welche Herausforderungen sie haben und welche Werte sie vertreten. Brauchen Sie Hilfe dabei „täglich einfache vegane Gerichte“ zu kochen oder suchen mehr Menschen nach „aufwendiges veganes Menü erstellen“?

Wenn du in deinem Marketing auf diese Fragen genauer eingehst und die richtige Ansprache für deine Zielgruppe findest, dann hast du schon sehr viel gewonnen. Die meisten Menschen trauen ihre größten Geheimnisse nämlich ihrer besten Freundin UND Google an. Deswegen können wir die Zahlen super nutzen, um unsere Zielgruppe besser kennen zu lernen.

Du brauchst Hilfe bei deiner Keyword Recherche oder weißt nicht, wie du endlich mit SEO starten kannst? Dann lass uns doch mal in aller Ruhe quatschen:

Zusammenfassung: Zielgruppe finden: Die Basis für dein SEO

Deine potentiellen Traumkunden, deine Zielgruppe und vor allem deine Persona zu verstehen, wird dir auf lange Sicht hin helfen, dein Marketing sinnvoll aufzubauen und deine Marketingmaßnahmen zielgerichtet auszurichten. Mit Hilfe einiger wichtiger Fragen und einer fundierten Keyword Recherche lernst du deine Zielgruppe besser kennen. Du weißt, wie du sie ansprechen kannst und auf welchen Kanälen sie unterwegs sind. So entwirfst du Produkte, Dienstleistungen und Marketingkampagnen, die auch wirklich gebraucht werden.

Da auch dein Unternehmen sich immer mal wieder verändern wird, weiter wächst oder du eine neue Richtung einschlagen möchtest, ist es wichtig von Zeit zu Zeit deine Zielgruppe und Persona genauer unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

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